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Bon 02 · Digitaler Gästeservice

QR-Code-Speisekarte erstellen und zuverlässig betreiben

QR-Code-Speisekarte als PDF oder Webseite einrichten: Anbieterpreise vom 8.10.2026, stabile Links, aktuelle Allergene und ein Abnahmecheck für Ihr Lokal.

Stand: 9. Oktober 20266 QuellenRedaktion Bonleiste

Kurz gesagt

DAS WICHTIGSTE5 POSTEN

  • Für eine reine QR-Code-Speisekarte brauchen Sie weder Bestellfunktion noch Online-Zahlung.
  • Seit 13.12.2014 besteht bei loser Ware die Informationspflicht über 14 Allergengruppen.
  • doXmenu nennt am 8.10.2026 für das Monatsabo 14,99 € monatlich; netto oder brutto ist nicht angegeben.
  • Eine feste Adresse auf Ihrer eigenen Webseite hält gedruckte QR-Codes bei Inhaltsänderungen verwendbar.
  • Empfehlung: Halten Sie eine aktuelle gedruckte Ersatzspeisekarte für Gäste ohne Smartphone und technische Ausfälle bereit.

Kassenkosten-Rechner

Was eine Kassa im Jahr kostet: Abo und RKSV-Signatur, Kartengebühren im günstigsten Tarif, Hardware und Einrichtung auf 3 Jahre verteilt.

Preise netto · Stand 8.10.2026
  • ready2order mit Gastro-Paket2.666 €/Jahr

    Kartentarif: readyPay. ready2order.com/at/preise
  • SumUp Kassensystem Plus2.049 €/Jahr

    Kartentarif: Zahlungen Plus. RKSV-Signatur: Preis nicht veröffentlicht sumup.com/de-at/preise
  • helloCash Gastro + myPOS-Terminal1.869 €/Jahr

    Kartentarif: myPOS Plus. Tablet oder PC: eigenes Gerät hellocash.at, mypos.com/de-at
  • orderbird PRO mit Kartenzahlungab 1.558 €/Jahr

    Kartengebühren und Hardware: Preise nicht veröffentlicht orderbird.com/at/preise-garantien
  • Abo und RKSV
  • Kartengebühren
  • Hardware und Einrichtung
  • nicht veröffentlicht

Für eine Kassa und ein Kartenterminal. Weitere Kassengeräte kosten zum Beispiel bei ready2order 24,90 € im Monat zusätzlich. Preise der Anbieterseiten am 8.10.2026; Angebote können abweichen.

Smartphone neben einem Tischaufsteller und einer gedruckten Ersatzspeisekarte auf einem Cafétisch.
Smartphone neben einem Tischaufsteller und einer gedruckten Ersatzspeisekarte auf einem Cafétisch.

Eine QR-Code-Speisekarte richten Sie am besten als mobil lesbare Webseite unter einer dauerhaft gleichbleibenden Adresse ein. Der QR-Code öffnet nur die Karte; Bestellen und Online-Zahlung sind freiwillige, getrennt zu prüfende Zusatzfunktionen. Halten Sie Preise und Allergene zentral aktuell und eine gedruckte Ersatzspeisekarte bereit.

Was Sie wirklich brauchen

Für ein Café oder einen Imbiss reicht eine übersichtliche Karte mit Gerichten, Preisen und Allergeninformationen. Ein Restaurant mit wechselnden Tagesgerichten braucht vor allem einen einfachen Ablauf für Änderungen und deren Freigabe.

Auf einer Hütte oder im Food-Truck zählt zusätzlich die Erreichbarkeit bei schwacher Internetverbindung. Testen Sie den Aufruf deshalb direkt an den Tischen im Gastbereich statt am Bürocomputer. Die digitale Karte ersetzt weder Rückfragen beim Service noch eine verlässliche Auskunft über die Zutaten.

Eine Anbindung an die Kassa ist für die reine Anzeige der Speisen nicht erforderlich. Sobald Sie Bestellungen oder Zahlungen ergänzen möchten, ändern sich Anforderungen und Kostenstruktur spürbar. Den Unterschied erklärt der Ratgeber zu Bestellen und Bezahlen am Tisch.

So setzen sich die Kosten zusammen

Trennen Sie Erstellung, laufenden Betrieb und Zusatzfunktionen bereits beim Einholen eines Angebots. Klären Sie vorab, ob Ersteinrichtung, Einpflegen der Speisen, spätere Änderungen und Support enthalten sind. Bei einer Lösung auf Ihrer eigenen Internetseite gehören auch Webhosting und laufende Wartung in die Kalkulation.

Die folgenden Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter mit Stand vom 8.10.2026. Diese Auswahl bildet keinen vollständigen Markt ab und bewertet keine Eignung für ein konkretes Lokal.

Anbieter und Tarif Veröffentlichter Preis Steuerangabe Abgrenzung
resmio Basic 0 € monatlich netto Digitale Speisekarte und Bestellfunktion enthalten
doXmenu Monatsabo 14,99 € monatlich nicht angegeben QR-Speisekarte, monatliche Abrechnung
doXmenu Jahresabo 12,99 € monatlich bei jährlicher Abrechnung nicht angegeben Zahlungsweise beim Vergleich beachten
GastroDok Pro 9 € monatlich brutto Digitale QR-Speisekarte; Angebot auf deutscher Anbieterwebseite

Eine enthaltene Bestellfunktion müssen Sie im laufenden Betrieb nicht automatisch aktivieren. Bei resmio verzeichnet die Preisseite zusätzlich 2 % Provision für QR-Code-Bestellungen am Tisch, Stand 8.10.2026. Lassen Sie sich vorab schriftlich bestätigen, welche Gebühren bei ausschließlicher Menüanzeige anfallen.

Rechenbeispiel

Als Vergleichsfall dient ein kleines Café, das ausschließlich seine Speisekarte aufrufen lassen möchte. doXmenu verlangt dafür laut Preisseite vom 8.10.2026 monatlich 14,99 € oder 12,99 € bei jährlicher Abrechnung. Bei beiden Beträgen fehlt auf der Anbieterseite der Hinweis, ob es sich um Nettopreise handelt.

Vergleichen Sie solche Software-Abonnements mit den Kosten für die Pflege einer Unterseite auf Ihrer Lokal-Webseite. Ein fixer Jahresbetrag lässt sich ohne konkrete Einrichtungsgebühren und Pflegeaufwand seriös nicht beziffern. Der Kassenkosten-Rechner oben hilft Ihnen weiter, sobald Sie auch Registrierkasse oder Kartenzahlung mit einbeziehen wollen.

Worauf Sie achten sollten

Prüfen Sie Mindestlaufzeit, Kündigungsfristen, Zusatzfunktionen und Kundensupport unabhängig vom beworbenen Monatspreis. Fragen Sie den Anbieter vor Vertragsschluss, wie Sie Speisen, Preise und Allergeninformationen exportieren können. Mit einem strukturierten Datenexport bleibt ein späterer Wechsel zu einem anderen System jederzeit möglich.

Auszahlungsfristen spielen bei einer reinen Speisekarte keine Rolle, weil über diesen Weg kein Geld fließt. Sobald Sie Bezahlfunktionen freischalten, müssen Sie Abrechnungszeiträume und Einbehalte gesondert kontrollieren. Weiterführende Grundlagen zu diesen Schnittstellen beschreibt der Überblick über digitale Abläufe im Gastronomiebetrieb.

PDF oder mobile Webseite?

Als Empfehlung gilt eine mobil optimierte Webseite, wenn Sie Preise und Speisen regelmäßig anpassen. Texte passen sich auf Webseiten flexibel an schmale Smartphone-Displays an. Eine gut strukturierte HTML-Seite erleichtert zudem die Bedienung mit Bildschirmleseprogrammen für sehbehinderte Gäste.

Eine PDF-Datei bleibt eine freiwillige Option, wenn bereits eine fertige Druckvorlage für Papier existiert. Prüfen Sie vor dem Druck Schriftgrößen, Zoomfunktionen und die Lesereihenfolge auf typischen Telefonen. Dateien im Drucklayout erfordern am kleinen Bildschirm ständiges Vergrößern und verbrauchen oft unnötig Datenvolumen.

Keines der beiden Formate ist ohne gezielte Gestaltung automatisch barrierefrei. Verlassen Sie sich bei der Barrierefreiheit nicht auf pauschale Werbeversprechen einzelner Softwareanbieter.

So bleibt der gedruckte QR-Code verwendbar

Drucken Sie einen QR-Code, der auf eine feste Adresse Ihrer eigenen Internetseite führt. Aktualisieren Sie danach die Speisekarte unter dieser Webadresse, anstatt neue Aufsteller drucken zu lassen. Diese Methode funktioniert ohne teure Abonnements für sogenannte dynamische QR-Codes.

Ein externer dynamischer QR-Code arbeitet mit einer Weiterleitung, deren Zieladresse im Kundenportal geändert wird. Dabei bestimmt allein der jeweilige Dienstleister, wie lange dieser Weiterleitungsdienst erreichbar bleibt. Wenn Sie die Zieladresse auf Ihrer eigenen Domain behalten, steuern Sie alle Umleitungen selbst.

Nachteile von Drittanbieter-Weiterleitungen

Fremde Weiterleitungsdienste machen den Zugriff auf Ihre Karte von einem zusätzlichen Anbieter abhängig. Klären Sie vor der Bestellung, was bei einer Kündigung mit den gedruckten Codes passiert. Fragen Sie den Dienstleister konkret, ob Sie die hinterlegte Webadresse dauerhaft eigenständig anpassen dürfen.

Externe Portale erfassen beim Aufruf der QR-Codes häufig Nutzungsdaten der Gäste. Prüfen Sie deshalb Datenschutzhinweise und Tracking-Dienste, bevor Sie Codes auf Tischen aufstellen. Eine Adresse auf der betriebseigenen Website erleichtert die Kontrolle über den Schutz von Gästedaten.

Pflichten, die mitkommen

Als gesetzliche Pflicht gilt: Bei unverpackter Ware müssen Betriebe seit dem 13.12.2014 über 14 Allergengruppen informieren. Rechtsgrundlage ist die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (EU-VO 1169/2011) mit Erläuterungen von WKO und oesterreich.gv.at, Stand 8.10.2026.

Die Allergenauskunft darf schriftlich oder unter bestimmten rechtlichen Vorgaben auch mündlich erteilt werden. Für die mündliche Auskunft verlangt das Gesetz geschultes Personal und eine schriftliche Dokumentation im Hintergrund. Eine digitale Speisekarte erfüllt die Dokumentationspflicht, wenn Gäste im Lokal unmittelbar und ohne Hürden Einsicht nehmen können.

Viele Anleitungen zur Barrierefreiheit behandeln deutsche Bestimmungen unter der Abkürzung BFSG. Daraus lässt sich die Rechtslage für Betriebe in Österreich nicht eins zu eins übernehmen. Holen Sie für digitale Bestellvorgänge im Zweifel Auskünfte bei der Wirtschaftskammer ein.

Dieser Leitfaden stellt keine individuelle Rechtsberatung dar. Verbindliche Auskünfte zur Allergenkennzeichnung erteilen die Fachgruppen der WKO sowie die örtlich zuständige Lebensmittelaufsicht.

Preise und Allergene aktuell halten

Als Empfehlung gilt: Benennen Sie eine feste Person für alle inhaltlichen Änderungen an den Speisekarten. Neue Gerichte und Preise sollten immer die Küche oder die Betriebsleitung vorab freigeben. Passen Sie stets zuerst die interne Rezepturliste an und übertragen Sie die Angaben danach in die Online-Karte.

Kontrollieren Sie die geänderte Ansicht direkt am Smartphone und nicht bloß im Bearbeitungsfenster am Rechner. Eine Vorlage zur Kennzeichnung erleichtert die Übersicht, ersetzt jedoch keine gewissenhafte Prüfung aller Zutaten. Dokumentieren Sie im Betrieb auch Kreuzkontakte, beispielsweise durch gemeinsames Frittieröl für mehrere Speisen.

Wenn Sie Buchstabencodes von A bis R verwenden, müssen die Erläuterungen für Gäste sofort ersichtlich sein.

Welche gedruckte Alternative sollte vorhanden sein?

Es besteht zwar keine allgemeine Pflicht zum Druck, eine physische Ersatzkarte ist aber dringend ratsam. Eine gedruckte Speisekarte sichert den Betrieb bei leeren Telefonakkus, Netzausfällen oder Softwareproblemen zuverlässig ab. Zeigen Sie Ihren Servicekräften genau, wo diese Karten gelagert werden und wie Korrekturen hineingelangen.

Die gedruckte Karte muss exakt dieselben Preise und Allergene ausweisen wie die Online-Variante. Gäste müssen dem Serviceteam bei Unverträglichkeiten weiterhin persönliche Fragen zu den Zutaten stellen können. Ein QR-Code erleichtert lediglich die Information und ersetzt keinesfalls die persönliche Betreuung durch das Personal.

Führen Sie die folgenden Kontrollschritte vor dem ersten Gastbetrieb und nach größeren Kartenänderungen durch. Halten Sie aufgetretene Fehler und deren Behebung schriftlich fest, um spätere Reklamationen zu vermeiden. Die Übersicht stützt sich auf praktische Vorgaben zur Menüführung und Allergenprüfung, Stand 8.10.2026.

Prüfpunkt Konkrete Aufgabe Abnahmekriterium
Mobiltelefon Mit iOS und Android scannen; Gerichte, Preise und Allergene öffnen. Inhalte sind lesbar und vollständig erreichbar.
Ladezeit Über mobile Daten am tatsächlichen Tischstandort öffnen. Die Karte lädt ohne störende Verzögerung.
Ausdruck Den endgültigen Tischaufsteller bei Tageslicht und direkter Sonne scannen. Der Code wird zuverlässig erkannt.
Preisänderung Einen Preis ändern, freigeben und die Karte neu laden. Der neue Preis erscheint ohne Austausch des Codes.
Allergenanzeige Ein Gericht anhand der dokumentierten Zutaten kontrollieren. Kennzeichnung und Erklärung sind klar auffindbar.
Defekte Links QR-Ziel, Allergenhinweise und weitere Verweise einzeln öffnen. Kein geprüfter Link führt ins Leere.
Ersatzspeisekarte Ohne Datenverbindung nach der gedruckten Karte fragen. Das Personal kann die aktuelle Karte bereitstellen.
Datenschutz Impressum, Datenschutzinformationen und Weiterleitungen prüfen. Offene Fragen zu Diensten und Tracking sind geklärt.

Checkliste

Quellen

  1. Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung in der Gastronomie - WKO wko.at
  2. Allergiker-Informationen in der Gastronomie oesterreich.gv.at
  3. Barrierefreie digitale Speisekarten: So machen Hotels und Restaurants ihre Menükarte inklusiv und zukunftssicher webdesign-hotel.de
  4. QR Codes für digitale Speisekarten | qr1°at qr1.at
  5. Digitale Speisekarte – darauf sollten Restaurants achten | Blog | Niederberger-Shop niederbergershop.de
  6. QR Code Speisekarte - Definition, Funktionen und Vorteile vectron-systems.com

Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information für Gastronomiebetriebe in Österreich. Sie ersetzen keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Verbindliche Auskünfte erhalten Sie bei der zuständigen Behörde; persönliche Beratung bieten Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälte und Steuerberatungskanzleien. Information statt Beratung